Zug des Lebens
 

Inszenierung 2008



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In unserem Jubiläumsjahr wollten wir etwas besonderes inszenieren. Ein Theaterstück, das zu Herzen geht. Charaktere, mit denen wir uns identifizieren können. Und eine Botschaft vermitteln, die eine deutlich Position gegen Ausgrenzung oder gar Verfolgung bezieht. Die Besonderheit der diesjährigen Inszenierung ist, dass eine "gesellschaftliche Randgruppe", nämlich DarstellerInnen aus der Psychiatrie, eine andere Minderheit spielt, die vor siebzig Jahren massiver staatlicher Verfolgung ausgesetzt war - jüdischen Mitbürgern.

Mit diesem Jubiläumsstück bekennen wir uns ausdrücklich zu den demokratischen und sozialen Werten unseres Therapie-Theaters:

→ gegen Diskriminierung und Stigmatisierung psychisch Kranker (und anderer Bevölkerungsgruppen)
→ für Förderung sozialer Integration und Rehabilitation
→ für Entwicklung und Förderung sozialer Kompetenz und kreativen Potentials 
→ für Förderung von individueller Ausdrucksfähigkeit, gesellschaftlicher Rollenflexibilität, Anerkennung und Wertschätzung

Unsere Inszenierung „Zug des Lebens“, die wir aus Anlass der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels und zur Feier der 10. Spielzeit des Therapie-Theaters-Reinfeld aufführen, wäre ohne die Unterstützung der Jüdischen Gemeinde in Bad Segeberg, der Botschaft des Staates Israel in Berlin und des Magazins „NAI - Israel Heute“ nicht in dieser Form möglich gewesen. Wir danken allen Beteiligten, die uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben!

 

Bildergalerie
 

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Pressespiegel
 
 
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Programmheft
PDF-Datei, 1,5 MB


Videosequenz Szene 9
Mordechai rettet die Seinen
bei einer Kontrolle des Zuges


Kurzbeschreibung des Stückes

Ein kleines jüdisches Schtetl, irgendwo im Osten Europas, 1941. Schlomo, der Dorfnarr, überbringt schlimme Nachrichten: Die deutschen Truppen rücken vor, jüdische Dörfer werden zerstört, ihre Bewohner getötet oder verschleppt. Der Rabbi ruft den Rat der Weisen ein, und ausgerechnet Schlomo hat die rettende Idee: Um der drohenden Deportation durch die Nazi-Truppen zuvorzukommen, beschließen die Dorfbewohner, sich selbst zu deportieren und so nach Palästinien zu fliehen. Stück für Stück wird ein maroder Güterzug zusammengekauft, Vorräte angelegt und einigen Dorfbewohnern werden Nazi-Uniformen geschneidert und akzentfreies Deutsch beigebracht.

Eines Nachts beginnt der "Zug des Lebens" mit allen Dorfbewohnern seine Irrfahrt in das gelobte Land - nach Erez Israel. Unter der allgegenwärtigen Angst,  entdeckt zu werden, beginnen die Fliehenden sich zunehmend in ihren Rollen zu verlieren. So rollt der Zug weiter, verfolgt nicht nur von den Deutschen, sondern auch von Partisanen, die ihn sprengen wollen, weil sie ihn für echt halten. Mit Mut und Witz meistern die Zug-Insassen die heikelsten Situationen, bis sie sich schließlich der Frontlinie nähern. Besteht Aussicht, die Grenze zu passieren? Sitzen sie wirklich im "Zug des Lebens"?


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