Festival betreuter Ensembles
 



Von Goldenen Reitern, Kuckucksnestern und Rosengärten

Facetten von Dramatherapie und Theaterpädagogik auf dem Festival betreuter Ensembles im Holstenhof
Familie Lachsack, ATP Norderstedt Filmprojekt: Luftturbulenzen Info
Theatergruppe Regenbogen, Marli-Werkstätten, Lübeck König der Löwen Info
Halalulu-Bonbons, Stiftung Waldheim, Cluvenhagen Richtig dicke Freunde Info
Theaterlabor 82, Asklepios, Hamburg-Ochsenzoll Einer muss der Dumme sein Info
Coco, Ameos-Psychatrium, Grömitz Oldies & Rock'n'Roll Info
Therapie-Theater-Reinfeld Zug des Lebens Info



Theaterlabor 82, Asklepiosklinik Hamburg - Ochsenzoll
Einer muss der Dumme sein



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Theater als Therapie – Das Theaterlabor 82

Neben Tanz, Musik und Malerei zählt das Theater schon immer zu den ursprünglichsten Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen. Das Drama oder die Komödie stellen wesentliche Bereiche menschlicher Erlebnis- und Konfliktkonstellationen (Liebe, Tod, Macht, Erotik, Freundschaft, Rache u.a.) auf der Bühne dar. Um die dem Theater innewohnenden Möglichkeiten zu nutzen, bietet die Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll seit mehr als 6 Jahren  eine spezifische Form der Theatertherapie als festen Bestandteil ihres psychotherapeutischen, psychiatrischen Behandlungskonzeptes an. Diese konfrontiert die TeilnehmerInnen mit wirklichkeitsnahen Strukturen, setzt abgestufte Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit.  Die Bewältigung theaterbezogener Aufgaben fördert die Leistungsbereitschaft und stärkt das Selbstvertrauen in die eigenen  Fähigkeiten.  Die Kulissen, Masken und Kostüme werden von der Theatergruppe weitestgehend selbst kreiert. Patienten lernen, eigene Ideen themenzentriert zu entwickeln, sie kreativ zu gestalten und erkennen, dass sie über ein breit gefächertes, wertvolles Handlungspotential verfügen. Die Entscheidung, das jeweilige Theaterprojekt schließlich öffentlich vor fremdem Publikum aufzuführen, erhöht den eigenen Leistungsanspruch und trägt zu einer enormen Bündelung der bis dahin entwickelten Fertigkeiten bei. Dass es gelingt, etwas Anspruchsvolles zusammen zu gestalten, bedeutet für PatientInnen oft eine tiefgreifende Lernerfahrung.

So konnte das Theaterlabor 82 bereits mehrere erfolgreiche Premieren feiern:  Im Neuen Cinema/Dt. Schauspielhaus mit dem Stück „Der Diener zweier Herren“ von C. Goldoni, an verschiedenen Orten mit der Komödie „Der Floh im Ohr“ von Georges Feydeau,  wie auch mit dem Stück „Pension Schöller“ von C. Laufs & W. Jacoby. Improvisationstheater zu unterschiedlichen Themenreihen und Anlässen rundet das Repertoire ab: „Das Spiel mit der eigenen Komik“, „Mehr Schein als sein“ und „Irren bleibt menschlich“.

Vor ca. einem Jahr begannen die TeilnehmerInnen (Gruppengröße ca. 15 Personen) mit der Erarbeitung der Komödie „Einer muss der Dumme sein“ von G. Feydeau. Nach den beiden erfolgreichen Werkaufführungen des 1. und 2. Aktes vor einer begrenzten und vertrauten Öffentlichkeit können wir nun das Gesamtstück präsentieren.

Zum Inhalt des Stückes „Einer muss der Dumme sein“:

Paris, ca. 1910

Lucienne ist eine attraktive Frau, das findet nicht nur ihr Mann, der Rechtsanwalt Vatelin. Sondern auch Ernest Redillon, ein Freund des Paares, der in Lucienne verliebt ist und ihr ungeniert den Hof macht. Dazu kommt noch Pontagnac, ein flüchtiger Freund Vatelins, der mit etwas weniger tiefen Gefühlen das gleiche Ziel verfolgt. Lucienne lässt beide Verehrer abblitzen, stellt ihnen aber in Aussicht, dass sie zum Fremdgehen bereit sei, wenn ihr Mann ihr mit „gutem" Beispiel vorangehe. Maggy Soldignac taucht auf, eine Londoner Affäre von Vatelin und sein einziger Fehltritt. Sie bestellt den braven Rechtsanwalt in eine „Steig-Ab", zum „Liebe machen" Da sie ihn erpresst, willigt Vatelin widerstrebend ein. Ausgerechnet Pontagnac muss er nun davon erzählen, der natürlich sofort seine Gelegenheit wittert. Er will Vatelin in dem anrüchigen Hotel eine Falle stellen, um Lucienne von der Untreue ihres Gatten zu überzeugen. Im „Ultimus" laufen sie sich dann alle über den Weg oder aneinander vorbei: Vatelin, Lucienne, Pontagnac, Redillon, Maggy, ihr Mann und weitere skurrile Figuren aus dem Feydeauschen Kosmos...

Georges Feydeau variiert in dem Stück „Einer muss der Dumme sein" einmal mehr sein Lieblingsthema: Die erotischen Verstrickungen der französischen Oberschicht. Es ist nicht nur witzig und unterhaltsam, sondern auch voll psychologischer Doppelbödigkeit und lässt seine Akteure irgendwo zwischen Contenance, entfesselten Gefühlen und Trieben auf dem Parkett der Liebe tanzen (und gerne auch mal stolpern!) Wer zum Schluss der Dumme ist, sei hier noch nicht verraten, nur so viel: Der „schwarze Peter" wird immer munter hin und her geschoben!

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Halalulu-Bonbons, Stiftung Waldheim, Cluvenhagen bei Verden / Aller
Richtig dicke Freunde - Geschichten von Toon Telegen



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Richtig dicke Freunde

Ein Theaterstück frei  nach den Geschichten von Toon Telegen, auf die Bühne gebracht von den „Halalulu Bonbons“, der Theatergruppe der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen. Für Menschen von 4 bis 104 Jahren jung. Eichhorn und Ameise sind richtig dicke Freunde. Dabei stellen sie fest, wie wunderbar es sein kann, gemeinsam Dinge zu erleben – und das tun sie den lieben langen Tag mit ihren anderen Freunden im Wald. Als Eichorn sich erinnert, dass er Geburtstag hat, ist für ihn eines klar: Alle Tiere werden eingeladen! Es soll ein rauschendes Fest werden, das keiner je vergisst! „Aber würden sie wirklich alle kommen?“ überlegt Eichhorn. „Würde wirklich allen der Geburtstag gefallen? Oder würde es vielleicht langweilig werden? Das kann schon sein! Das weiß man nie! Nein, das wird es nicht, langweilig ... wenn alle da sind, das gibt es nicht!“ 

Halalulu Bonbons

Die Stiftung Waldheim ist ein Verbund von Wohnheim, WfB, Tagesförderstätte und Schule für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Seit 2002 gibt hier im Freizeitbereich unter der Leitung von Ruth Podlich eine sehr aktive und spielfreudige Theatergruppe, die aus zwölf Schauspielern und drei Bühnentechnikern besteht. Jedes Jahr bringt die Gruppe ein neues Theaterstück auf die Bühne der Stiftung Waldheim. Mit dem „Froschkönig“, „Rapunzel“ und dem „Räuber Hotzenplotz“ gaben sie Gastspiele in anderen Einrichtungen in der Umgebung von Bremen. Für das Gastspiel in Reinfeld gehen die Halalulu Bonbons auf die weiteste Reise, die sie bisher gemeinsam unternommen haben.

Toon Telegen

Toon Telegen, geboren 1946, ist ein niederländischer Autor. Er hat schon viele Geschichten geschrieben, die von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gelesen und geschätzt werden. Das Theaterstück „Richtig dicke Freunde“ ist durch Geschichten aus drei Büchern von Toon Telegen inspiriert:  Richtig dicke Freunde; Briefe vom Eichhorn an die Ameise;  Eichhorn und Ameise feiern Geburtstag

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Theatergruppe Regenbogen, Marli-Werkstätten, Lübeck
König der Löwen



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Die Theatergruppe „Regenbogen“  des Marli –Beratungs- und Bildungszentrums der Marli GmbH stellt sich vor:

Wir treffen uns jeden Donnerstag von 15.00-16.30 Uhr zum Proben in der Werkstatt in der Arnimstr. 95 in Lübeck. In dieser Zeit schlüpfen wir gemeinsam in unterschiedliche Rollen und üben verschiedene kleinere Theaterstücke ein- von Puppentheater über Playback bis hin zum „Musical“. Wir lassen nichts unversucht. Wir haben im Jahr drei feste Theaterauftritte innerhalb der Marli GmbH. Dazu gehören das „Wiesenfest“ im Sommer, der „Tag der offenen Tür“ Ende Oktober und das „Adventssingen“ Anfang Dezember. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Theatergruppe. Wir freuen uns auf den Auftritt beim Sommerfest des Holstenhofes und sind auch schon ganz aufgeregt. 

Kurzbeschreibung des Theaterstückes:  „Der König der Löwen“

Frei erzählt mit musikalischer Untermalung:  Es war einmal ein Löwenjunges, genannt Simba, Sohn von König Mufasa. Mufasa hatte einen Bruder, Scar, der jedoch selbst König über das Reich werden wollte. Scar, mit seinen Verbündeten, den Hyänen, tötet seinen Bruder, König Mufasa und vertreibt Simba aus dem Königreich. Simba findet in der Wüste Freunde, die zu ihm halten und wächst zu einem stattlichen Löwen heran, der den Thron seines Vaters zurückfordert.

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Familie Lachsack, ATP Norderstedt
Filmprojekt "Luftturbulenzen"



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Unser Theaterfilm "Luftturbulenzen" war 2005/06 eigentlich als Theaterstück gedacht. Ein begabtes Mitglied der Lachsäcke hat es basierend auf Ideen der ganzen Gruppe geschrieben. Wichtig waren uns das Setting: im Flugzeug (weil das vom Bühnenbild her so schön ist) und die Figuren (alle ziemlich schräg, die eine hat eine Bombe im Koffer, die nächste trägt Brautkleid und Schleier, muss sich aber den passenden Bräutigam erst noch suchen, einer ist ein Priester, der zwangsversetzt wurde, weil er mit seiner Köchin Wanda geturtelt hat; der Pilot schließlich ist extrem kurzsichtig, erkennt aber doch die blinde Passagierin wieder, die ihn seit dem Sandkasten in treuer Liebe verfolgt...). Auf dem Flug von Norderstedt nach Sylt, so kurz er ist, kommt man sich näher, und die Schicksalsfäden der Passagiere werden hoch über den Wolken neu verknüpft...

Wir begannen mit den Proben, dann ging die Regisseurin in eine Babypause und die Gruppe sollte die Zeit zum Textlernen nutzen. Als sie zurück kehrte und eigentlich nur eine Frau ihren Text halbwegs konnte, kamen wir auf die Idee, "Luftturbulenzen" als Film zu realisieren (wo man den Text entweder ins Kurzzeitgedächtnis packt oder gleich abliest ...). Nach vielen echten Turbulenzen und dank der Power eines technisch hervorragend ausgestatteten und sehr motivierten Mitglieds der Lachsäcke gelang es im Sommer 2007, den Film fertig zu stellen. Aus dem Theaterstück hatten wir ein Filmskript gemacht, die Ausstattung und die Kameraführung, teilweise auch die Spielweise, sollten aber an Theater erinnern. Kleine Pannen und Schludrigkeiten machen den typischen Charme der Lachsack-Produktionen aus.

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Band COCO, Ameos-Psychatrium Grömitz
Oldies & Rock'n'Roll



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Die Band COCO besteht aus Bewohnern, Patienten und MitarbeiterInnen der Ameos - Psychatrium - Einrichtung "Kompass" in Grömitz und der Fachklinik in Neustadt. Der Name COCO setzt sich aus den Begriffen "Compass-Combo" zusammen. Die Band spielt live Oldies & Rock'n'Roll.

Unsere Band COCO gibt es seit ca. drei Jahren. Sie entstand aus einer Liedergruppe, die ich als Mitarbeiterin der Wohn- und Fördereinrichtung Der Kompass in Grömitz ins Leben gerufen habe. Mit der Zeit kamen neue Bewohnerinnen und Bewohner dazu, darunter Christian, der als Gitarrist uns nun instrumental begleiten konnte und später dann noch Dieter, der das Schlagzeug beherrscht und uns auch mit Bongos den nötigen Rhythmus verlieh. 

Je nach Talent brachten sich dann einzelne Mitglieder der Liedergruppe als Lead- oder BackgroundsängerInnen ein. Wir spezialisierten uns auf das Spielen von bekannten Oldies und hatten mit diesem Repertoire unseren ersten öffentlichen Auftritt anlässlich der 'Kulturnacht' in Heiligenhafen im August 2005. Danach folgten dann weitere erfolgreiche Auftritte bei Festen und Veranstaltungen. 

Im Laufe der Jahre wechselten die Bandmitglieder. Durch Aus- und Einzüge von BewohnerInnen veränderte sich die Band stetig. Auch Christian und Dieter wohnen nicht mehr in der Einrichtung, sind der Band aber treu geblieben und bilden mit mir als Leadsängerin den Kern der Band. Ich bin als Erzieherin für die Wohn- und Fördereinrichtung in Grömitz tätig und hauptsächlich für den Bereich Beschäftigung und Förderung im Einsatz. Als BackgroundsängerInnen unterstützen uns zur Zeit Birgit, Sonja G., Mirko, Anna Carina und Sonja D. Ein ehemaliger Kollege, der auch Dieter heißt, beteiligt sich seit letztem Jahr.

Soweit zur Entstehung der Band - wir freuen uns schon auf das Festival im Juli bei Euch in Reinfeld und hoffen auf zwei tolle Tage!

- Karen Dieckmann -

 
Pressespiegel

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Impressionen

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